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Der Stadttempel von Wien ist die Hauptsynagoge von Wien. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung einiger jüdischer Familien Ende des 18. Jahrhunderts entstand der Plan zur Errichtung einer repräsentativen Synagoge in der Innenstadt. Der Bau begann am 12. Dezember 1825, die feierliche Eröffnung fand am 9. April 1826 statt. Direkt über dem Eingangstor befindet sich die Inschrift aus Psalm 100 Vers 4: "Kommet zu seinen Toren mit Dank, zu seinen Vorhöfen des Tempels mit Lobgesang." Der ovale Gebetsraum mit einem umlaufenden Kranz von zwölf ionischen Säulen, wird von einer Kuppel und zwei Laternen Überwölbt. Zusammen hat der Tempel etwa 500 Sitzplätze. Der erste Rabbiner war Isaak Mannheimer bis zu seinem Tod 1865. Während der Pogromnacht am 9./10. November 1938 wurden alle Wiener Synagogen und Bethäuser in Brand gelegt- nur der Stadttempel blieb stehen. Der Tempel wurde jedoch entweiht, verwüstet und als Lager- und Sammelraum für Juden missbraucht, die dann deponiert und ermordet wurden. Daran erinnern heute 1988 enthüllte Gedenktafeln mit der Aufschrift: "Dem Gedenken der jüdischen Männer, Frauen und Kinder, die in den schicksalsschweren Jahren 1938-1945 ihr Leben ließen." Am 29. August 1981 verübten zwei schwer bewaffnete Terroristen der palästinensischen Extremistengruppe Fatah Revolutionärer Rat einen Anschlag auf den Tempel. Dabei starben zwei Menschen und 21 wurden zum teil schwer verletzt. Noch heute muss der Stadttempel, wie viele andere jüdische Einrichtungen in Wien auch, von der Polizei bewacht werden.
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